Veröffentlicht in Anime, Review

Zuletzt gesehen – Die Legende der Prinzessin Kaguya

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Im letzten Jahr erschien mal wieder ein Film vom Studio Ghibli bei uns. Ich habe mir diesen mit meinem Freund vor einiger Zeit angesehen und muss sagen er ist etwas anderes als die anderen Filme. Er basiert auf eine alte japanische Erzählung und entstand unter der Regie von Isao Takahata und wurde sogar mit einem Oscar als Bester Animationsfilm nominiert! Auch gehört die Legende der Prinzessin Kaguya zu einer der seltenen Werken Ghiblis und ist nicht vollständig nur für Kinder geeignet. Zwar glänzt der erste Drittel des Films mit Witz und Nettigkeit doch das dreht sich im zweiten Lebensabschnitt des Mädchen. Mit sehr viel Gefühl und einer gewissen Ernsthaftigkeit wird die Geschichte der Kaguya erzählt, bis zu dem Augenblick als klar wird das ihr Schicksal vorherbestimmt war.

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Story:

Die Geschichte handelt von einem alten armen Bambussammler der eines Tages einen leuchtenden Bambus entdeckt. In diesem befindet sich eine winzige Frau, die als er sie in die Hände nahm sich in ein Baby verwandelt. Der alte Mann und seine Frau zogen das kleine, schnell aufwachsende Kind wie ihr eigenes groß. Das kleine Mädchen bekam den Namen Takenoko, was Bambussprössling/ Bambuskind bedeutet (Wird im Film aber nur „kleiner Bambus“ von den anderen genannt). Takenoko genießt ihr einfaches Leben und freundet sich mit den Kindern im Dorf an. Eines Tages findet der alte Mann wieder einen leuchteten Bambus im Wald, doch diesmal befand sich Gold darin. Bald darauf zog er mit seiner Frau und Tochter in ein größeres Anwesen in der Stadt. Der kleine Bambus wurde von nun an Kaguya genannt und sollte wie eine Adlige aufwachsen. So wurde sie dementsprechend gekleidet und erzogen. Ein Verehrer nach dem anderen steht vor ihrer Tür, doch sie wies jeden ab. Am Hofe hat sie keine Freunde und auch die Freiheit die sie einst hatte ist ihr nicht mehr gestattet. Kaguya will das nicht und wünscht sich vor. Es kommt heraus das sie eigentlich vom Mond stammt und mit all dem Reichtum wieder dorthin zurück muss . . . .

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Fazit:

Kaguya ist ein trauriger, dennoch sehr schöner Film. Man erinnert sich an „Die letzten Glühwürmchen“, auch wenn es hier nicht um Tod geht. Abschied, Liebe und Leid werden hier deutlich gemacht. Denn das Schicksal kann man nun mal nicht ändern und leider gibt es nicht immer ein Happy End. Diese Art und Weise der Erzählung geht einem nah. Die doch hier eher unbekannte Geschichte bei uns hat diese Botschaft deutlich vermittelt.
Der Zeichenstil ist dieses mal auch ein völlig anderer. Ich musste mich erst daran gewöhnen, denn bei schnellen bewegen war es doch manchmal irritierend. Trotzdem passt es zum Film und spiegelt die damalige Zeit sehr gut wieder! Mit den alten Volkslieder und Melodien fühlt man sich auch in die Zeit zurück versetzt!
Anschauen lohnt sich und wer nah am Wasser gebaut ist sollte Taschentücher bereit halten!

Autor:

Kleiner weiblicher Otaku mit Liebe für Anime/ Manga, Japan, Computer und NJPW! (≧∀≦*)丿

Ein Kommentar zu „Zuletzt gesehen – Die Legende der Prinzessin Kaguya

  1. Erinnert von der Thematik (Man findet kleines Kind aus einer anderen Welt und erzieht es) ziemlich an Däumelinchen O_o; Interessant das Ghibli auch soviele unbekannte Werke hat, man denke nur an „Tränen der Erinnerung“ den auch nicht viele Zuschauer kennen. Schönes Fazit ^^

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