Review – Die Rosen von Versailles – Manga

Standard

Wer denkt die Französische Geschichte sei öde und langweilig, der hat Die Rosen von Versailles noch nicht gelesen.

Wie der ein oder andere vielleicht weis, bin ich neben Toradora ein großer Lady Oscar Fan. Auch wenn ich anfangs echt skeptisch war da mich der alte Zeichenstil abschreckte. Aber als Sion mir die Serie zeigte, hab ich mir den Anime einfach mal geholt und wurde nicht enttäuscht. Umso glücklicher war ich als ich auf der Connichi im vergangenen Jahr die letzten Bände ergattern konnte. An die preisgünstig heran zu kommen ist echt nicht einfach. Ich glaube für ein Band habe ich mal 40 Euro ausgegeben, das war auch der teuerste ^^.

Die Rose von Versailles ist schon ein recht alter Manga. Erschienen ist die Serie in Japan ab 1972 mit 14 Bände (Original Versailles no Bara), bei uns wurde es von Carlsen Verlag von 2003-2004 in 7 Bänden veröffentlicht. Ganz schön dicke Bücher, wobei man sagen muss das die Hauptstory nur bis Band 6 mittig geht. Dann folgen noch Kurzgeschichten von Oscar die parallel zur Hauptgeschichte führt.

Story:

Der adlige General der Königsgarde de Jarjayes wünscht sich nichts sehnlicher als einen Jungen, der sein Nachfolger wird. Doch auch beim letzten Kind ist es wieder nur ein Mädchen. Da die kleine brüllt wie am Spieß und er kein Ausweg weis, beschließt er seine Tochter Oscar Francois de Jarjayes zu nennen und sie wie ein Junge zu erziehen. Oscar hat kein leichtes Leben als Frau und Capitaine in der Leibgarde der Dauphiné Marie Antoinette muss sie sich permanent gegenüber ihren männlichen Untergebenen beweisen.

In ihren jungen Jahren wusste sie nicht genau wo sie hingehöre, doch in ihren Kindheitsfreund André, dem Weisenmädchen Rosalie, den schwedischen Graf Hans Axel von Fersen als auch in der Königin Marie Antoinette fand sie Freunde die sie auf ihrem Weg begleiteten. Oscar hatte damals nie die politische Ordnung oder das Ständesystem hinterfragt, erst als sie sich selbst verliebte änderte sich ihr Blick dafür geschärft. Sie entscheidet sich dafür, nun nach ihren eigenen Wünschen zu leben und das zu tun was sie selbst für richtig hält.

Zeichnung & Charaktere

Die Rose von Versailles hat einen gewöhnungsbedürftigen aber umwerfenden Zeichenstil. Der Charme der Zeichnungen der 70er mit den großen leuchtenden Augen und den langen Wimpern. Dazu kam das die Anschauung von mehr Sex- und Gewaltdarstellungen in Mangas öfter verbreitet wurde.
Die Entwicklung der Charakter vom Kind zum Erwachsenen ist schön und gut dargestellt. Ein schleichender Übergang von Kapitel zu Kapitel. Fast so, dass man es gar nicht bemerkte wann sie erwachsen geworden sind.

Die Charakter sind anhand der wirklich gut recherchierten Geschichte sehr überzeugend und machen die Französische Geschichte noch anschaulicher und verständlicher. Sie beginnt mit dem Einzug von Marie Antoinette ins Königshaus, Ludwig XV Ende und die Regentschaft von Ludwig XVI wird unaufhaltsam vorangetrieben. Es Endet mit dem Sturm auf die Bastille, an welchem Oscar als Hauptmann der französischen Garde teilnimmt und dem Ende von  Marie Antoinette und Ludwig XVI. Ein sehr guter Einblicke in die französische Literatur.

Fazit

Ich kann nur sage das Die Rosen von Versailles sehr viel zur bieten hat. Neben dem Einblick in die Geschichte erwartet einem auch Action, Romantik und viel Intrigen. Im Shoujo typischen Zeichenstil werden große Emotionen angesprochen. Wer sich da verschließt und nicht mal ein wenig berührt ist, ist echt hart im nehmen ^^

Also ich für mein Teil liebe die Serie. Die Geschichte rund um Oscar, besonderst mit André, hat mich nicht los gelassen. Selbst beim schreiben wenn ich daran denke bekomme ich feuchte Augen. Eine Geschichte die mich sehr berührt und nur das Leben selbst so schreibt. Mich hat schon immer die  französische Revolution interessiert, aber ich habe noch nie so viel darüber gelesen nachdem ich mit Lady Oscar (Anime) damals fertig war. Meine Geschichtslehrerin meinte auch nur so zu mir das sie mich noch nie so viel Reden gehört hat ^^
Eine schöne Serie, ein schöner Manga. Ich bereue keinen Cent den ich dafür ausgegeben habe.

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